Wir, die Eltern der Initiative gegen Bildungskürzungen, wenden uns vehement und nachdrücklich gegen die Ausgrenzung von Schülern aus Familien mit geringen Einkommen, die durch den Wegfall des Schulgeldersatzes stattfindet. Ja, Sie haben richtig gelesen! Die neue Form der sozialen Ausgrenzung findet bereits jetzt statt und nicht erst zum neuen Schuljahr!

Eltern, die es sich nicht leisten können, Schulgeld für ihre Kinder zu zahlen, scheuen nämlich schon jetzt davor zurück, ihre Kinder bei Schulen in freier Trägerschaft anzumelden – selbst dann sogar, wenn sich die Eltern der Schule als Solidargemeinschaft definieren und der Schulträger sich deshalb bereit erklärt hat, auch zukünftig aus sozialen Gründen auf die Erhebung von Schulgeld zu verzichten. Wenn gerade unterzeichnete Schulverträge von besorgten finanzschwachen Eltern wieder gekündigt werden, weil sie befürchten, dass auch solidarische Elternschaften nicht alle staatlichen Zuschussstreichungen kompensieren können, ist ein Punkt erreicht, an dem nach der Verfassungsmäßigkeit des Gesetzes gefragt werden muss, das all dies bewirkt.

Wir wollen nicht, dass die von uns getragenen Schulen allmählich zu Eliteschule mutieren, weil finanziell schlechter gestellte Eltern keinen Mut mehr haben, ihre Kinder in unseren Schulen anzumelden.

Wir sehen in der Streichung der Schulgelderstattung einen Verstoß gegen die Sächsische Landesverfassung.

Daher bitten wir Sie dringend, stimmen Sie für die Schulgelderstattung.

Wir danken Ihnen für Ihr Engagement und verbleiben

Mit freundlichen Grüßen

Steffen Dolinski für die Elterninitiative

Ansprechpartner: Karsten Seifert